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Von schwarzen Freitagen und roten Rabattaufklebern

Für mich war der „schwarze Freitag“ immer negativ besetzt – so vage erinnerte ich mich, dass irgendwann im letzten Jahrhundert mal was Schreckliches an einem Freitag passiert ist. Und plötzlich wurde mir überall der wunderbar-tolle-hippe Black Friday angepriesen und alle waren aus dem Häuschen. Ich war zugegebenermaßen irritiert. Falls es Euch auch so geht – ich habe mich mal informiert und erkläre Euch jetzt alles zum Black Friday, damit Ihr im nächsten Jahr bescheid wisst.
Los geht’s.

Was ist der Black Friday überhaupt?

Den schwarzen Freitag, an den ich mich zu erinnern glaubte, gab es wirklich, und zwar in meinem Schulbuch in Geschichte. Am 25.Oktober 1929 kam es zu einem Zusammenbruch der New Yorker Börse. Dieses Ereignis gilt als Auslöser für die fürchterliche Weltwirtschaftskrise, die weltweit katastrophale Folgen hatte. Somit ging dieser Tag in Deutschland als „schwarzer Freitag“ in die Geschichte ein. Wie kommt es nun, das dieser Freitag in den USA nicht so negativ besetzt ist? Ganz einfach: in den USA geschah das alles am 24. Oktober 1929, am Donnerstag, dem „Black Thursday“. Durch die Zeitverschiebung war es hier in Europa aber schon nach Mitternacht, also Freitag. Gut soweit, dann hätten wir eine Frage schon mal geklärt.

Wieso gibt es jetzt aber genau an einem Freitag im November so ein Riesenevent?

CocaCola, Halloween, die Backstreet Boys – wie so viele Dinge, die hierzulande einen regelrechten Hype auslösen, kommt der Black Friday aus den USA. In den Vereinigten Staaten wird jedes Jahr am 4. Donnerstag im November Thanksgiving gefeiert. Der Ursprung von Thanksgiving lässt sich in dem auch hier in Deutschland bekannten Erntedankfest finden. Der Tag wird mit Freunden und Familie verbracht und ist neben Weihnachten das wichtigste Familienfest des Jahres. Im Mittelpunkt steht ein großes gemeinsames Essen, Familienmitglieder aus dem ganzen Land kommen zusammen. Der nächste Tag – der Freitag also – wird von vielen Amerikanern als Brückentag genutzt und das Wochenende wird somit verlängert. Und da Weihnachten ja quasi fast vor der Tür steht, haben die Amerikaner diesen Brückentag schon seit jeher für den großen Einkauf genutzt. Darauf reagierten die Händler mit Angeboten und von da an war es nicht mehr so weit zum ultimativen Black-Friday-Wahnsinn.

Und warum ist der Freitag jetzt schwarz?

Über die Herkunft des Namens gibt es einige Geschichten. Manche gehen davon aus, dass die Händler an diesem Tag vom vielen Geld Zählen “schwarze Finger” bekamen. Zumindest ist aber davon auszugehen, dass sie “schwarze Zahlen” schrieben. Vielleicht bezeichnete auch einfach die Polizei das Verkehrschaos an diesem Tag, an dem alle in die Städte zum Einkaufen oder nach der Thanksgiving-Feier wieder nach Hause fahren, als “schwarzen Freitag”.

Black Friday auch in Europa?

Natürlich kam die Rabattaktion zuerst über die großen Marken nach Europa, doch mittlerweile kommt man am Black Friday nicht mehr vorbei. Aufgrund einiger rechtlicher Unsicherheiten sprechen viele aber oft von einem „großen Shopping Event“, dem „Black Weekend“ oder dem „Black Saturday“, manchmal wird die Aktion sogar zu einer „Black Week“ verlängert.Doch Verbraucherschützer warnen. Zum Teil werden die Preise vorher kurzfristig nach oben gesetzt, damit die Rabatte dann größer erscheinen. Das war bei uns selbstverständlich nicht der Fall, hier ging alles mit rechten Dingen zu. Und vielleicht habt Ihr ja auch ein Black-Friday-Schnäppchen ergattern können.

 

Mit diesen Informationen wünsche ich Euch eine schöne Woche!

 

Eure Martina Martino.

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